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Twittern unter Fremden

Ich habe schon länger ein Twitteraccount und finde die Idee des Twitterns eigentlich cool. Aber abgesehen von wenigen kurzen Phasen hektischer Aktivität twittere ich eher unzuverlässig bis gar nicht. Ich habe mich gefragt, was die Ursache dafür sein könnte. Natürlich wirkt es sich negativ auf die Motivation aus, wenn einer nur wenige Menschen folgen. Aber je aktiver und interessanter getwittert wird, umso weiter spannt sich irgendwann das Netz und daher hatte ich eigentlich nicht vor, mich davon ins Bockshorn jagen zu lassen. (Was ist eigentlich ein Boxhorn und warum sollte überhaupt jemand irgendwen dort hinein jagen? Antworten darauf nehme ich gerne in den Kommentaren entgegen.)

Zurück zum Thema. (Zu dem ich mir auch schon früher Gedanken gemacht habe.) Ich denke nämlich, dass ich weiß, warum mir die Motivation zum kontinuierlichen Twittern fehlt. Die Informationen, die ich über Twitter teile, möchte ich nicht nur mit Fremden, entfernten Bekannten oder KollegInnen teilen. Ich möchte sie auch mit den Menschen teilen, die mir nahe stehen, also mit engen Freunden und meiner Familie. Von denen sind die meisten aber nicht bei Twitter und haben auch nicht die Absicht, sich dort zu betätigen. Und einige von ihnen sind auch nicht bei Facebook. Das bedeutet, dass ich die Informationen, die ich twittere oder auf Facebook veröffentlich immer noch einmal auf anderen Wegen an die Menschen weiter gebe, bei denen ich wirklich möchte, dass Sie wissen, was bei mir im Leben vorgeht. Und wenn ich schon eine Mail an meine Lieben schreibe, fehlt mir anschließend oft die Motivation, das nochmal auf anderen Kanälen in die Welt zu babbeln. Oder mir vergeht schon bei der Entscheidung, wie ich jetzt wem mitteile, dass ich grade die Skiflug-WM sehe oder ein lustiges Bild von Darth Vader in Düsseldorf gefunden habe die Lust, das überhaupt noch mit jemanden zu teilen. Die Teilnahme an der Kommunikation 2.0 ist halt ein schweres Schiksal.

Und für alle, die es interessiert, Ihr findet das Bild von Darth Vader auf Facebook.

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Schweigeminute

Eigentlich wollte ich nur schnell twittern, dass ich die Schweigeminute für die Opfer rechter Gewalt morgen um 12:00 Uhr unterstütze. Dabei ist mir der Gedanke gekommen: Kann man eigentlich auch online schweigen? Gibt es die Möglichkeit, online gleichzeitig mit anderen bedeutungsvoll nicht zu kommunizieren? Kann man im Web überhaupt innehalten? Und wie kann das aussehen? Wie viele Menschen müssten mitmachen, damit eine Wirkung erkennbar ist?
Natürlich müsste auch bei einer Schweigeminute in der realen Welt ein Effekt im Netz entstehen, wenn genügend Leute sie ernsthaft einhalten. Denn eine Schweigeminute bedeutet ja nicht, dass man nur kurz mal den Mund hält, sie bedeutet, dass man unterbricht, was man gerade tut und sich auf den Anlass der Schweigeminute besinnt. Also auch nicht postet, twittert, bloggt oder ähnliches. Aber ein echtes Onlineschweigen wäre doch auch einmal eine Idee.Vielleicht hat es solche Aktionen ja auch schon gegeben.

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Twitter kann nicht zählen!

Twitter kann nicht zählen

Twitter beherrscht den Zahlenraum bis 10 noch nicht vollständig

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Zeitverschlinger Internet

Nachdem ich im letzten Artikel die Metaebene des Nachdenkens über das Blogschreiben gewählt habe, habe ich heute die Wahl, von meinen Weihnachtseinkäufen zu berichten oder eine kleine Übersicht über die Seiten im Internet zu geben, auf denen ich gerne meine Zeit verschwende – ich meine, mich über das Weltgeschehen, Literatur und Kultur und andere wichtige Dinge informiere. Wer den Titel dieses Artikels gelesen hat, kann vielleicht schon erraten, was ich hier tun werde ;-) .

Lange war mir schleierhaft, wie man viel Zeit im Netz verbringen kann, da ich häufig nur schnell mal E-Mails gelesen und geschrieben habe und gezielt einzelne Seiten aufgesucht habe. Das hat sich geändert, als mir bei einer Lesung in Marburg eine Unbekannte ein Buch in die Hand gedrückt hat, das einen komischen Aufkleber hatte. Damit hatte ich mein erstes internetbasiertes Hobby: Bookcrossing.

Kurz darauf bin ich auf die Seite eines meiner Lieblingsautoren (Neil Gaiman) aufmerksam geworden und habe ziemlich viel Zeit damit verbracht, mich durch die Einträge zu lesen, den Links zu folgen und generell viele interessante Dinge zu entdecken. Inzwischen lese ich nicht mehr jeden Eintrag, aber hin und wieder schaue ich noch vorbei, auch um das Oracular Journal zu nutzen.

Eines dieser interessanten Dinge war das Blog eines leicht verrückten Menschen, der plante, in 80 Tagen mit einem Mini durch die USA zu fahren und dabei jeweils die kleinste Stadt eines jeden Bundesstaats zu besuchen. Das Projekt hörte sich wunderbar verrückt an und da Terence auch ansprechend schreiben kann, habe ich seine Tour gerne verfolgt.

Da ich viel Radio höre, nutze ich das Internet selten, um mich über Nachrichten und ähnliches zu informieren, aber ich habe gemerkt, dass es hilft, zu wissen, welche seltsamen Dinge so in den Medien geschehen. Der tägliche Medienunfug wird sehr schön vom Bildblog begleitet, wo ich wirklich fast täglich mitlese.

Eine Seite, die sehr stolz darauf ist, dass sie das Leben der Menschen, die sie gerne nutzen auf verschiedene Weise ruiniert ist tv tropes. Aufmerksam geworden bin ich, als ich nach Informationen über den wunderbar lustig-grausigen Film Zombieland recherchiert habe. Neben vielen lustigen und nützlichen Informationen zu allen Aspekten des Erzählens habe ich dort auch eines meiner Lieblingsbilder gefunden. Sieht das Baby nicht absolut so aus als würde es denken: “Warum können sich die Erwachsenen nicht einmal wirklich erwachsen verhalten?”

Da ich aber nicht den Eindruck erwecken will, dass ich meine Zeit nur online verbringe und noch Material für spätere Einträge behalte, werde ich weitere Lieblingsseiten erst mal zurückhalten.

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Nichts Mitzuteilen – Privates, Intimes und Öffentliches

Der letzte Artikel hier ist jetzt schon etwas älter und ich frage mich, was ich als nächstes schreiben könnte. Eigentlich habe ich nichts dringliches an die Menschheit mitzuteilen. Jetzt habe ich mehrere Möglichkeiten: Mund halten; einfach irgendwelche Links posten oder auf die Metaebene gehen. Ich entscheide mich für die letztere Möglichkeit:

Was will ich eigentlich mit diesem Blog?

In erster Linie soll das hier ein Test sein, wie nützlich ein Blog für mich überhaupt ist. Ich kann hier Dinge aufschreiben, die ich für lesenswert halte und festhalten möchte. Außerdem soll es eine Möglichkeit sein,  Leute, die nicht in meiner Nähe sind, die sich aber doch für mich interessieren an meinen Gedanken teilhaben zu lassen.  Dass sind sicher nur wenig Personen, mit den meisten Leuten, die ich kenne halte ich auf persönlichere Weise Kontakt und Menschen, die mich nicht kennen, dürfte es wenig interessieren, dass ich auf dem Dom war oder wie mir der letzte Tatort gefallen hat. Aber da ich jetzt mein Studium beendet Habe und sich mein Jahrgang so langsam in alle Winde zerstreut gibt es ja vielleicht doch einige Leute, die mir hier hin und wieder “zulesen” – das ist wie zuhören, nur ohne Ton und mit Buchstaben.

Privates

Es mag sich irgendwann ändern, aber das hier ist vor allem ein privater Ort.  Hier wird sich mehr über mein Freizeitverhalten und meine Vorlieben und Abneigungen zu finden sein als berufsbezogene oder andere ernsthafte Themen. Mir soll das hier Spaß machen und später als Erinnerung an diese Zeit in meinem Leben dienen.

Öffentliches

Es ist aber auch ein öffentlicher Ort. Mir ist bewusst, dass diese Seite z. B. auch potentiellen ArbeitgeberInnen und völlig Fremden zugänglich ist. Daher werden sich hier sicher keine Berichte über meine Brustimplantate, Saufgelage und Anschlagspläne finden. Für diese Dinge fehlt mir auch die Fantasie, da sie mit meinem wirklichen Leben natürlich nicht das geringste zu tun haben – meistens jedenfalls – bisher... (Bevor ich jetzt Werbung von plastischen Chirurgen oder Besuch vom Verfassungsschutz bekomme: Das ist alles ein Scherz!) Allen sei auch das Motto auf meiner Vorstellungsseite nochmal ans Herz gelegt.

Intimes

Wird sich hier sicher nicht finden. Ich bin zwar hin und wieder mild indiskret, aber das passiert eher im Gespräch, nicht hier, wo ich die Artikel ja durchlesen kann, bevor ich sie veröffentliche.

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