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Shades of Grey (Jasper Fforde)

For more than a year I have been on the lookout for something new and compelling to read. Something where I afterwards run around and tell everyone how much I liked it. Today I have almost achieved it. I say almost because it is not really ‘new’ according to my arbitrary definition: 1) I already new the author and 2) I knew of the for quite a while before I came round to reading it. I even put of reading it because I wanted something ‘newer’! Shame on me.
So here is my short summary: I’ve just read Shades of Grey by Jasper Fforde and really liked it. A lot.

Before I write a bit more why I liked it, I want to tell what prompted me to read it now. The story is a bit stupid and features lots of beer, so be warned*.

Two weeks ago I visited my home town to attend the Schützenfest a traditional festival. There the whole village celebrates that it exists and that we have traditions for at least three days. Afterwards there is a lot less beer in the world. There I met someone I only ever meet at Schützenfest and always we talk a bit, enjoy meeting once a year and then go our separate ways. This year she started with a remark I get sometimes when I tell people that I’m a librarian: “Oh, so you read a lot. I’ve just read a great book, maybe you know it? It’s called Shades of Grey.” I was not a bit surprised because it seemed not to be the kind of book she would like. From past conversations I knew that she read mainly romance novels and chick lit. But hey, I take up every chance I get to talk about books and authors I like and it seemed to be the same with her. Only the whole conversation seemed to be more than a bit weird. I attributed it to the amounts of beer we both have had up to that point. Until I mentioned how much I liked previous books by the author and she was really confused because she thought that it was a first novel. After that it became clear that we had been talking about two completely different books. We laughed and had some more beers. The next day I got to the internet to find out more about “her” Shades of Grey and was amused by what I found. Definitely not a book I ever want to read, unless to make fun of it. And so I decided to order “my” Shades of Grey.

It is a fantastic book that deserves more readers. Its premise is a society (maybe in our future, maybe in the future of an alternate time-line, but after some kind of catastrophe) where status is attributed according to the part of the colour spectrum one can see. This society follows strict, arbitrary and often damaging rules. Fforde uses his tremendous power of imagination and storytelling to create a world that is truly alien and oddly familiar at the same time.

This novel is definitely darker and stranger than Fforde’s Thursday-Next-series. Where the bookworld-books are a lot of fun with more complex undertones this new series has it the other way round. I like Thursday’s adventures a bit better because she is such a great heroine and Eddie Russet is sometimes a bit infuriating. Shades of Grey: The Road to High Saffron is still a way above average book and I’m waiting for the sequel.

*Oh, and it did not happen exactly like this, it’s a mash-up of different conversations with different people to protect the innocent.

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A Song of Ice and Fire

Im März habe ich mich fast zwei Wochen lang nicht viel in dieser Welt aufgehalten. Das ist mir beim Lesen seit sehr langer Zeit nicht mehr passiert und hat mich doch etwas erstaunt.

A Song of Ice and Fire war schon seit einiger Zeit auf meinem Lese-Radar. Es ist mir persönlich von verschiedenen FreundInnen und Bekannten empfohlen worden und auch im Internet ist es immer wieder in Zusammenhängen aufgetaucht, die mein Interesse erregt haben. Das schien wirklich viel versprechender Lesestoff zu sein. Aber ich bin immer nur mit einer gewissen Vorsicht um diese Serie herumgeschlichen. Ich wollte einfach keine neue, unvollendete Fantasyserie anfangen. Das Suchtpotential ist da einfach zu groß und wenn man schon weiß, dass der Stoff sehr schnell erschöpft ist, ist man wirklich selbst schuld an allem was dann passiert.

Dann war ich eines Tages in der englischen Abteilung der Bücherhalle in Hamburg und habe nichts gefunden, das mich gereizt hat, bis ich Game of Thrones in den Händen hielt. Der erste Band einer potentiell großartigen Serie. Ich wusste, dass ich mich in große Gefahr begebe, konnte aber nicht widerstehen. Ich hatte mit meinen Vorahnungen natürlich recht. A Song of Ice and Fire ist das Beste, das ich seit Jahren gelesen habe. Ich konnte nicht aufhören und habe die bisher erschienenen Bände fast ohne Pause verschlungen. Die einzigen Unterbrechungen waren die Trips zur Bibliothek um Nachschub zu besorgen. Beziehungsweise zur Buchhandlung, weil ein Band natürlich ständig ausgeliehen war und ich nicht auf die Vormerkung warten konnte. Am Schluss habe ich mich gefühlt, als wäre ich mit Vollgas vor eine Wand gerast.

Was ist eigentlich so toll an dieser Serie?

  • George R. R.Martin hat eine wirklich überzeugende Welt aufgebaut:  es gibt verschiedenste Kulturen, die sich glaubhaft entwickeln, interessante Landschaften, die eher an realen Landschaften als an Fantasystereotypen orientiert sind, die Fantasywelt ist von realer Geographie  inspiriert. Das gilt auch für die Kultur und Geschichte dieser Welt. Die Übernatürlichen und andersweltlichen Elemente werden allmählich und überzeugend eingeführt. So entsteht eine tolle Mischung von Fremdem und Vertrautem.
  • Die Charaktere sind vielschichtig und die Erzählung folgt geschickt verschiedenen Blickwinkeln.
  • Die spannende Handlung verläuft auf mehreren Ebenen: selbst während man ganz in die Intrigen und Kämpfe um den eisernen Thron hineingezogen wird, bleibt das unbehagliche Wissen im Hintergrund, dass die Kriege und das Leid, die daraus entstehen, nicht die wirkliche Gefahr sind.
  • Die Vorausdeutungen, Rätsel und Prophezeiungen, die werden überzeugend in die Handlung integriert. Sie sind teilweise widersprüchlich und werden unterschiedlich interpretiert. Beides erhöht den Realismus und die Spannung.
  • Sowohl Pathos als auch Humor sind wohl dosiert.

Bevor ich auf einige einzelne Charaktere eingehe, eine kleine Warnung, hier finden sich jetzt vereinzelt kleine Spoiler, Weiterlesen erfolgt also auf eigene Gefahr:

Eine Auswahl meiner Lieblingscharaktere:

  • Arya und Brienne (in geringerem Maße auch Asha): wer mich kennt, weiß, dass ich eine unheilbare Schwäche für wehrhafte Frauen (und Mädchen) habe
  • Tyrion: Intelligenz und Humor kriegen mich auch jedes Mal
  • Littlefinger: ja, auch bei offensichtlichen Schurken
  • Jaime: erst interessanter Bösewicht, dann offenbart er sich als viel facettenreicher
  • Samwell: Ich mag auch sanftere Figuren, und Sam ist intelligent und hat ein gutes Herz, der ideale Freund; außerdem ist er eine gelungene Hommage an einen anderen Sam, den ich auch in mein Herz geschlossen habe

Und wen liebe ich zu hassen:

  • Cersei und ihren widerlichen Sohn Joffrey: selten hat mich der Tod eines Teenagers in der Literatur mich so befriedigt wie Joffreys Ableben und ich kann nur hoffen, dass es seine Mutter auch bald erwischt

Und sonst

  • Caitlyn: natürlich empfinde ich auch Mitleid und eine gewisse Bewunderung, aber wirklich mögen kann ich sie nicht
  • Dany und Jon: ich mag sie beide sehr gern, und warte immer ungeduldig auf ihre Kapitel, aber beide sind zu sehr von Schicksal und Verhängnis umweht, um Nähe zu erzeugen

Soviel zu meinem ersten Eindruck von dieser Serie. Da ich Bücher, die mir gefallen gerne mehrmals lese,bin ich gespannt, ob sich mein Urteil beim Wiederlesen ändert. Und natürlich, wie die Serie weitergeht.

In der Zwischenzeit kann ich mich ja mit Trailern zu der HBO-Serie trösten, die sehr gut aussehen und auf die DVDs warten. Hier ist ein schöner Vorgeschmack vom HBO-youtube-Kanal:

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Weeding

Nach den Artikeln mit Fernsehtipps jetzt mal ein Beitrag mit Bibliotheksrelevanz. Ein paar ungeordnete Gedanken zu einem Thema, dass mir mehrmals im Studium sowohl in der Theorie wie auch in der Praxis begegnet ist.

Vor meinem Studium war mir nicht wirklich bewusst, dass es auch zum Beruf einer Bibliothekarin gehört, Bücher systematisch aus dem Bestand zu entfernen. Natürlich kommt jeder mit ein bisschen Nachdenken darauf, dass Bibliotheken nicht unendlich groß sind und für neue Bücher alte weichen müssen. Im englischen Sprachraum spricht man da von weeding - und jäten ist dabei ein wirklich gutes Bild für diese Tätigkeit. Überzähliges und Störendes wird entfernt, damit der Rest des Bestandes Platz und Luft hat, um im besten Licht zu erscheinen. Eine Seite, auf der einige der bemerkenswertesten Auswüchse, die dabei in Bibliotheken gefunden wurden, präsentiert werden, findet sich hier: Awful Library Books.

Auch in meinem Praxissemester in der Schulbibliothekarischen Arbeitstelle der Bücherhallen Hamburg bin ich dem Problem begegnet, das nicht jedes Buch ein Segen für die besitzende Bibliothek ist. Für die Broschüre, in der wir unsere Praktikumseindrücke gesammelt haben, habe ich einen Beitrag dazu geschrieben.

Praktikumseindrücke

Sandra Dahlhoff - Praktikumseindrücke

Die Originaldatei dazu ist leider nicht mehr da, daher habe ich den Beitrag eingescannt:
Sandra Dahlhoff – Praktikumseindrücke

Aber nicht nur in öffentlichen Bibliotheken und Schulbibliotheken ist der Umgang mit ausufernden Beständen ein Problem. Ein erinnerungswürdiger Moment meines Studiums war die Präsentation der Projektergebnisse für den Auftraggeber nach dem Projekt im 5. Semester. Dazu waren nicht nur MitarbeiterInnen der Bibliothek sondern auch alle interessierten Universitätsangehörigen geladen. Die Aufgabe unserer Projektgruppe war es, ein Lernortkonzept für die Universitätsbibliothek der Helmut-Schmidt-Universität zu erstellen. Wir haben uns viele Gedanken darüber gemacht, wie ein idealer Lernort aussehen könnte, welche Einrichtungen und Services dazugehören und wie sich das umsetzen lassen könnte. Ein Problem dabei war, das es in der Bibliothek einfach nicht genug Platz für viele unserer Ideen gab. Unser ebenso einfacher wie naiver Lösungsvorschlag war, dass die Bibliothek ihren Bestand an Büchern verkleinern soll. Die Reaktionen darauf waren erhellend. Man hätte glauben können, wir hätten eine öffentliche Bücherverbrennung vorgeschlagen. Dabei haben wir ganz harmlos davon gesprochen, die Bücher auszulagern und noch nicht einmal das Böse L-Wort (Löschen) erwähnt. Die folgende Diskussion drehte sich dann kaum noch um die Ideen, wie ein guter Lernort aussehen könnte, sondern nur noch um unseren unverschämten Vorschlag, Bücher aus der Bibliothek zu entfernen. Wer sich für das ganze Projekt interessiert findet den Projektbericht auf dem Dokumentenserver der HSU-Bibliothek.

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Die letzten ihrer Art

Fernsehtip für nächste Woche

In den 80′er Jahren sind der von mir hochgeschätzte und leider viel zu früh verstorbene Douglas Adams und der Zoologe Mark Carwardine für die BBC um die Welt gereist.  Sie haben dabei nach Tierarten gesucht, die vom Aussterben bedroht waren.  Neben einer Radioserie ist daraus das Buch Die letzten ihrer Art entstanden. Ich kann dieses Buch nur jedem, der entweder Douglas Adams Humor mag, sich für Artenschutz interessiert oder einfach gut geschriebene Sachbücher zu schätzen weiß, dringend ans Herz legen.

Hier gibt es weitere Meinungen und Informationen zu dem Buch:
literaturschock

2009 hat die BBC dann mit einer mehrteiliger Fernsehdoku das Projekt fortgesetzt.  Anstelle von Douglas Adams ist hier Stephen Fry mit von der Partie. Ab Montag dem 04.04.2011 ist diese Serie auf Arte zu sehen, jeden Abend der Woche ab 19:30. Ich freue mich schon sehr darauf.
Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Viel Spaß!

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