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Kochen mit Eis und Feuer – Mutton in Onion-Ale Broth

For some time now I am the proud owner of “AFeast of Ice & Fire”. Today I tired the first recipe and want to share this experience. I won’t do this article in German with an English translation but I’m adding some comments in English.

Seit einiger Zeit bin ich stolze Besitzerin eines sehr schönen Kochbuchs: “AFeast of Ice & Fire”. Für mein erstes Testkochen habe ich ein Rezept gesucht, bei dem es nicht so verheerend ist, wenn ich die Mengenangaben aus den amerikanischen Rezepten nicht genau entschlüsseln kann (mir ist z.B. nicht ganz klar, welchen Inhalt “1 cup” genau hat). Außerdem sollten die Zutaten hier einigermaßen leicht zu beschaffen oder möglichst einfach zu ersetzen sein. Und natürlich sollte es etwas sein, dass sich für mich lecker und verlockend anhört. So bin ich bei “Mutton in Onion-Ale Broth” – “Lamm in Zwiebel-Bier Brühe” gelandet.

I chose “Mutton in Onion-Ale Broth” because I figured I could get all ingredients (or suitable substitutes), mistakes with the American measurements wouldn’t end in a catastrophe and it sounded tasty.

Dafür habe ich folgende Zutaten besorgt:

Zutaten für Lamm in Zwiebel-Bier Brühe

Zutaten/Ingredients – Foto: Sandra Dahlhoff

  • 1 Lammkeule
  • einige Schalotten (Perlzwiebeln waren nicht zu bekommen)
  • 1 Fl. Paulaner Salvator
  • kein Safran
  • Bulgur (hatte ich im Haus, ersetzt die Weizenkörner)
  • Altbackene Brötchen (hatte ich auch da, ersetzen das altbackene Schwarzbrot)
  • My substitutions: shallots for pearl onions (out of season), bulgur (I like it better) for wheat berries and stale bread rolls (had some leftovers) for bread

Lammknochen für die Brühe

Lammknochen / lamb bones Foto: Sandra Dahlhoff

Als erstes habe ich den Bulgur geröstet und gekocht, zum Schluss schon etwas Bier zugefügt.

Küchenhelfer

Meine Küchenhelfer / My kitchen aids Foto:Sandra Dahlhoff

Nachdem ich bei der Lammkeule das Fleisch vom Knochen getrennt habe, habe ich die Brühe aufgesetzt und schon mal zwei Schalotten mit Schale dazu gegeben, um der Brühe einen kleinen Extrakick zu geben. Ich habe bei diesem Experiment keine MitesserInnen und werde etwas von der Brühe einlagern, daher sollte sie nicht ganz so einfach wie im Rezept werden. Von anderen Zutaten, die nicht im Rezept stehen, lasse ich aber dieses Mal die Finger, ich bin gespannt, wie diese einfache Brühe schmeckt.

Während die Brühe köchelt geht es an den anderen, wichtigen Teil des Experiments, die Dokumentation. Ich mache Fotos, schreibe erste Tweets und arbeite schon mal an diesem Artikel etc. Ich überlege noch, ob ich ihn übersetze oder wenigstens kurze Kommentare auf Englisch beifüge (es sind die kurzen Kommentare geworden).

While the broth is simmering I start the other stage of this project: documentation. On Twitter, Facebook and here I want to share my experience.

Brühe mit Zwiebeln und Bulgur

Nur noch das Fleisch fehlt / Just add the lamb. Foto: Sandra Dahlhoff

Jetzt nur noch alles in einen Topf, das Lammfleisch anbraten und zufügen, Brötchen rösten und alles servieren. Es riecht sehr lecker und kräftig und sieht auch gut aus. Die Brühe ist etwas trübe, seit der Bulgur drin ist, vielleicht liegt es aber auch am Bier. Geschmacklich ist es gelungen. Bei der ersten Portion war ich noch skeptisch, aber die Gewöhnung schlug schnell in echtes Suchtpotential um. Beim nächsten Mal werde ich aber entweder etwas weniger Bier nehmen oder eine mildere Sorte probieren, die Balance stimmt noch nicht ganz. Außerdem ist das Gericht vielleicht auch nicht unbedingt die richtige Wahl für einen schwülen Sommertag. Trotzdem, ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Lamm in Zwiebel-Bier Brühe

Fertig! / Done! Foto: Sandra Dahlhoff

Result: It smells delicous and harty. The first taste left me a bit sceptical but soon I wanted more, definitly has potential to get addictive. Next time I’ll try less beer or a milder brew, the balance isn’t 100% right. And maybe a sultry summerday isn’t the right time for this meal. But I’m satisfied with the overall outcome of this experiment.

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A Song of Ice and Fire

Im März habe ich mich fast zwei Wochen lang nicht viel in dieser Welt aufgehalten. Das ist mir beim Lesen seit sehr langer Zeit nicht mehr passiert und hat mich doch etwas erstaunt.

A Song of Ice and Fire war schon seit einiger Zeit auf meinem Lese-Radar. Es ist mir persönlich von verschiedenen FreundInnen und Bekannten empfohlen worden und auch im Internet ist es immer wieder in Zusammenhängen aufgetaucht, die mein Interesse erregt haben. Das schien wirklich viel versprechender Lesestoff zu sein. Aber ich bin immer nur mit einer gewissen Vorsicht um diese Serie herumgeschlichen. Ich wollte einfach keine neue, unvollendete Fantasyserie anfangen. Das Suchtpotential ist da einfach zu groß und wenn man schon weiß, dass der Stoff sehr schnell erschöpft ist, ist man wirklich selbst schuld an allem was dann passiert.

Dann war ich eines Tages in der englischen Abteilung der Bücherhalle in Hamburg und habe nichts gefunden, das mich gereizt hat, bis ich Game of Thrones in den Händen hielt. Der erste Band einer potentiell großartigen Serie. Ich wusste, dass ich mich in große Gefahr begebe, konnte aber nicht widerstehen. Ich hatte mit meinen Vorahnungen natürlich recht. A Song of Ice and Fire ist das Beste, das ich seit Jahren gelesen habe. Ich konnte nicht aufhören und habe die bisher erschienenen Bände fast ohne Pause verschlungen. Die einzigen Unterbrechungen waren die Trips zur Bibliothek um Nachschub zu besorgen. Beziehungsweise zur Buchhandlung, weil ein Band natürlich ständig ausgeliehen war und ich nicht auf die Vormerkung warten konnte. Am Schluss habe ich mich gefühlt, als wäre ich mit Vollgas vor eine Wand gerast.

Was ist eigentlich so toll an dieser Serie?

  • George R. R.Martin hat eine wirklich überzeugende Welt aufgebaut:  es gibt verschiedenste Kulturen, die sich glaubhaft entwickeln, interessante Landschaften, die eher an realen Landschaften als an Fantasystereotypen orientiert sind, die Fantasywelt ist von realer Geographie  inspiriert. Das gilt auch für die Kultur und Geschichte dieser Welt. Die Übernatürlichen und andersweltlichen Elemente werden allmählich und überzeugend eingeführt. So entsteht eine tolle Mischung von Fremdem und Vertrautem.
  • Die Charaktere sind vielschichtig und die Erzählung folgt geschickt verschiedenen Blickwinkeln.
  • Die spannende Handlung verläuft auf mehreren Ebenen: selbst während man ganz in die Intrigen und Kämpfe um den eisernen Thron hineingezogen wird, bleibt das unbehagliche Wissen im Hintergrund, dass die Kriege und das Leid, die daraus entstehen, nicht die wirkliche Gefahr sind.
  • Die Vorausdeutungen, Rätsel und Prophezeiungen, die werden überzeugend in die Handlung integriert. Sie sind teilweise widersprüchlich und werden unterschiedlich interpretiert. Beides erhöht den Realismus und die Spannung.
  • Sowohl Pathos als auch Humor sind wohl dosiert.

Bevor ich auf einige einzelne Charaktere eingehe, eine kleine Warnung, hier finden sich jetzt vereinzelt kleine Spoiler, Weiterlesen erfolgt also auf eigene Gefahr:

Eine Auswahl meiner Lieblingscharaktere:

  • Arya und Brienne (in geringerem Maße auch Asha): wer mich kennt, weiß, dass ich eine unheilbare Schwäche für wehrhafte Frauen (und Mädchen) habe
  • Tyrion: Intelligenz und Humor kriegen mich auch jedes Mal
  • Littlefinger: ja, auch bei offensichtlichen Schurken
  • Jaime: erst interessanter Bösewicht, dann offenbart er sich als viel facettenreicher
  • Samwell: Ich mag auch sanftere Figuren, und Sam ist intelligent und hat ein gutes Herz, der ideale Freund; außerdem ist er eine gelungene Hommage an einen anderen Sam, den ich auch in mein Herz geschlossen habe

Und wen liebe ich zu hassen:

  • Cersei und ihren widerlichen Sohn Joffrey: selten hat mich der Tod eines Teenagers in der Literatur mich so befriedigt wie Joffreys Ableben und ich kann nur hoffen, dass es seine Mutter auch bald erwischt

Und sonst

  • Caitlyn: natürlich empfinde ich auch Mitleid und eine gewisse Bewunderung, aber wirklich mögen kann ich sie nicht
  • Dany und Jon: ich mag sie beide sehr gern, und warte immer ungeduldig auf ihre Kapitel, aber beide sind zu sehr von Schicksal und Verhängnis umweht, um Nähe zu erzeugen

Soviel zu meinem ersten Eindruck von dieser Serie. Da ich Bücher, die mir gefallen gerne mehrmals lese,bin ich gespannt, ob sich mein Urteil beim Wiederlesen ändert. Und natürlich, wie die Serie weitergeht.

In der Zwischenzeit kann ich mich ja mit Trailern zu der HBO-Serie trösten, die sehr gut aussehen und auf die DVDs warten. Hier ist ein schöner Vorgeschmack vom HBO-youtube-Kanal:

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