Gestern war ich mal wieder mit Freundinnen auf dem Hamburger Dom. Es war ein feuchter und nebliger Novembertag, der dem Dombesuch eine ganz besondere Note verliehen hat.
Die Lichter der Buden und Fahrgeschäfte waren diesmal nicht aufdringlich, sondern eher anheimelnd und einladend. Hat mir gut gefallen. Es war aber nicht so neblig, dass uns neue Werbeelemente nicht aufgefallen wären. Die leicht unheimliche Nebelatmosphäre passte besonders gut zu den kopflosen Dekofiguren auf dem Landmarkt. Mir haben sie natürlich zugesagt und obwohl kopflos waren sie nur halb so verstörend wie die Märchenfiguren mit den seltsamen Gesichtsausdrücken, die es sonst schon mal gibt.Bei einigen der Fahrgeschäfte ist mir dann aufgefallen, wie praktisch es gewesen wäre, wenn ich nicht nur einmal vor zwei Jahren hier eine Domkritik verfasst hätte, sondern jedes Mal. Ich musste nämlich arg im Gedächtnis kramen und auch meine Begleiterinnen fragen, um herauszufinden, welche Attraktionen ich schon kannte und vor allem, welche mir gefallen hatten. Zukünftig werde ich versuchen, jeden Dombesuch hier zu dokumentieren. Ich habe mich diesmal auf eine Sache beschränkt, den Flasher. Das ist eine 70m hohe Schaukel/Schleuder mit Überkopf-Elementen. Schon bei der Beobachtung von unten ist uns aufgefallen, dass kein Kreischen zu hören war und bis auf kurze Momente sah es auch nicht sehr schnell aus. Aber 70 Meter sind schon eine Hausnummer und ich konnte einfach nicht widerstehen.
Der Eindruck von unten hatte nicht getäuscht, vom Tempo her war es eher riesenradähnlich, aber die Konstruktion der Sitze ließ Überschläge und Drehungen zu, die schöne Gefühle der Desorientierung erzeugten. Der Nebel hat das dann noch verstärkt. Die Höhe war aber der absolute Pluspunkt. Besonders am Ende, als wir (ich und meine Mitfahrer_innen, nicht meine Freundinnen, die sind unten gebliebenSoviel zum Winterdom 2012, jetzt warte ich auf den ersten Dom 2013.



