Archiv der Kategorie: Geschichten

Ist wirklich so geschehen.

Winterpause beendet

Ich habe keinen festen Rhythmus für die Veröffentlichung meiner Beiträge hier, daher wird es niemandem aufgefallen sein, dass ich eine Winterpause eingelegt habe. Die Pause war auch kürzer als einige ungeplante Lücken, aber jetzt geht es weiter.

Das Weihnachtsfest lag in dieser Pause, daher reiche ich jetzt einen Bericht und Bilder nach. Wie es die Tradition verlangt, war ich über die Feiertage bei meiner Familie in Bad Westernkotten. Festlich geschmückte Räume und reichlich Speis und Trank haben mich bei meinen Eltern und meiner Schwester erwartet. Wenn ich nicht ideologisch gegen Diäten (außer meiner Pinguin-Diät) eingestellt wäre), wäre ich in diesem Jahr in Versuchung, eine zu starten. Aber ich bleibe hart und die Pfunde wo sie sind.

Weihnachtsbaum

Elternbaum, etwas ausladend. Foto: Sandra Dahlhoff

Weihnachtsbaum

Schwesterbaum, etwas schmal. Foto: Sandra Dahlhoff

Beide Familien hatten ausgesprochen schöne Weihnachtsbäume, wobei es im Vorfeld allerdings zu einer tragischen Verwechselung gekommen ist, meine Mutter wollte eigentlich den schlankeren Baum und meine Schwester den ausladenderen. Als der Irrtum bemerkt wurde, war es zu spät für einen Tausch. Aber für alle, die nichts davon wussten, macht es keinen Unterschied, beide Bäume waren die erwarteten Blickfänge.

Strickkrippe

Strickkrippe, Foto: Sandra Dahlhoff

Zu den Highlights des Festes zählt sicher die Strickkrippe, die mein Bruder meiner Schwäster (= Schwägerin) geschenkt hat. (Entdeckt haben sie dieses Schmuckstück bei Wollhalla, einem Shop bei DaWanda. Auch meine Schwäster hat dort einen Shop, daher mache ich hier mal ein wenig schamlose Werbung.) Besonders gut hat mir dabei gefallen, dass sich das Kind aus seiner Krippe nehmen lässt. Ein wirklich gelungenes Geschenk.

Schneckenkuscheltier

Schnecke (wahrscheinlich aus der Hölle)

Eher erschreckende Geschenke sind an die Kinder gegangen, besonders an meine Nichte. Es ist mir bei meiner bestehenden Schneckenphobie sehr schwer gefallen, das Geschenk, das das Christkind in Lüneburg für sie vorbeigebracht hat, durch das Land zu transportieren. Aber sie hatte sich wirklich sehnlichst ein Schneckenkuscheltier gewünscht. Und dann hatte das liebe Kind nichts Besseres zu tun, als mit dem Viech auf mir herumzukriechen. Und da soll frau als Tante die Haltung bewahren. Ihr anderes erschreckendes Geschenk war ein Barbiepferd, von dem ich auch ein kleines Filmchen gedreht habe. Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Film hier zeige, aber ich fürchte um die geistige Gesundheit meiner Leser_innen, daher lasse ich es. Es ist besser so, glaubt es mir.

Mein Neffe hat sehr viel Lego bekommen, aber auch interessante Dinge verschenkt, mein Bruder hat als Patenonkel ein beeindruckendes Bild bekommen, das mich vor Neid fast vergehen lässt:

Alien Angriff, Kinderbild

Alien Angriff. Künstler: Anton P.

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Winterdom 2012 im Nebel

Gestern war ich mal wieder mit Freundinnen auf dem Hamburger Dom. Es war ein feuchter und nebliger Novembertag, der dem Dombesuch eine ganz besondere Note verliehen hat.

Riesenrad im Nebel

Winterdom 2012: Riesenrad im Nebel

Die Lichter der Buden und Fahrgeschäfte waren diesmal nicht aufdringlich, sondern eher anheimelnd und einladend. Hat mir gut gefallen. Es war aber nicht so neblig, dass uns neue Werbeelemente nicht aufgefallen wären.
Werbelöwe von Löwenbräu

“Hear me roar”

Die leicht unheimliche Nebelatmosphäre passte besonders gut zu den kopflosen Dekofiguren auf dem Landmarkt. Mir haben sie natürlich zugesagt und obwohl kopflos waren sie nur halb so verstörend wie die Märchenfiguren mit den seltsamen Gesichtsausdrücken, die es sonst schon mal gibt.

Bei einigen der Fahrgeschäfte ist mir dann aufgefallen, wie praktisch es gewesen wäre, wenn ich nicht nur einmal vor zwei Jahren hier eine Domkritik verfasst hätte, sondern jedes Mal. Ich musste nämlich arg im Gedächtnis kramen und auch meine Begleiterinnen fragen, um herauszufinden, welche Attraktionen ich schon kannte und vor allem, welche mir gefallen hatten. Zukünftig werde ich versuchen, jeden Dombesuch hier zu dokumentieren. Ich habe mich diesmal auf eine Sache beschränkt, den Flasher. Das ist eine 70m hohe Schaukel/Schleuder mit Überkopf-Elementen. Schon bei der Beobachtung von unten ist uns aufgefallen, dass kein Kreischen zu hören war und bis auf kurze Momente sah es auch nicht sehr schnell aus. Aber 70 Meter sind schon eine Hausnummer und ich konnte einfach nicht widerstehen.

Flasher: 70 Meter!

Der Eindruck von unten hatte nicht getäuscht, vom Tempo her war es eher riesenradähnlich, aber die Konstruktion der Sitze ließ Überschläge und Drehungen zu, die schöne Gefühle der Desorientierung erzeugten. Der Nebel hat das dann noch verstärkt. Die Höhe war aber der absolute Pluspunkt. Besonders am Ende, als wir (ich und meine Mitfahrer_innen, nicht meine Freundinnen, die sind unten geblieben :-) ) so lange oben warten mussten, bis die Mitfahrer_innen unten ausgestiegen waren, war es atemberaubend. Wir sitzen oben, der Blick geht in alle Richtungen nicht besonders weit, selbst vom Dom sind nur die Dinge direkt unter uns und die hellsten Lichter im Nebel zu sehen. Da kommt dann schon Nervenkitzel auf. Mein adrenalinsüchtiges Hirn übertreibt es dann noch ein wenig und gibt mir die Idee ein, dass jetzt ja nach und nach alle Lichter verlöschen könnten und ein Stromausfall uns in der feuchten Kälte und Dunkelheit 70 Meter über dem Grund festhalten könnte. (Ich habe nie behauptet, dass die Kombination aus meinem düster-vergnügungssüchtigen Hirn und großen Höhen zu guten Dingen führt.) Natürlich geschah nichts dergleichen und nach für meinen Geschmack viel zu kurzer Zeit hatte die feste Erde uns wieder.
Soviel zum Winterdom 2012, jetzt warte ich auf den ersten Dom 2013.

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Auch ich war Pfadfinderin

Als Kind und Jugendliche war ich Mitglied bei der DPSG. Genauer gesagt beim Stamm Franz von Assisi, Bad Westernkotten. In diesem Jahr wurde von meinem Stamm das 40-jährige Bestehen gefeiert und mein Neffe wurde als Wölfling aufgenommen. Das möchte ich als Anlass nehmen, ein wenig in meinem Gedächtnis (und Fotoalben) zu wühlen und einige erinnerungswürdige Ereignisse zum Besten zu geben.*

Dosenangeln

Salinenkirmes: Dosenangeln (Foto: ?°)

Die eindrücklichsten Erinnerungen haben sicher die jährlichen Zeltlager in den Sommerferien hinterlassen. Aber auch die Salinenkirmes (meistens am Muttertag) war jedes Jahr ein Highlight. Jede Stufe hat verschiedene Spielstände (auf dem Bild bin ich beim Dosenangeln zu sehen) betreut und es gab Klassiker wie den Flohmarkt** und die Tombola. Außerdem natürlich verschiedene Angebote an Speis und Trank. In einem Jahr, in meiner Erinnerung war ich bei den Wölflingen, haben wir ein Zelt aufgebaut und Eintritt für die Besichtigung einer echten Lappenfamilie genommen. Im Zelt hingen dann Wäscheleinen mit Spül-, Putz- und Waschlappen. Der Erlös der Salinenkirmes ging dann an einen guten Zweck, meistens an die jeweilige Jahresaktion der DPSG.

Lagerfeuer

Siddinghausen 82: Lagerfeuer°

Ich bin erst ein Jahr später als üblich aufgenommen worden, als mein Vater Leiter bei den Wölflingen wurde, daher habe ich nur zwei Sommerlager in dieser Stufe erlebt. Beide waren auf dem Jugendzeltplatz in Siddinghausen. Im ersten Jahr (1982 waren Indianer unser Thema. Es gab alles, was zu einem guten Zeltlager gehörte: Lagerfeuer, Dorfspiele, Lagerhochzeiten, Lagerbar und eine Lagerzeitung. Um die Unschuldigen zu schützen zeige ich ein Foto vom Lagerfeuer und nicht von den Hochzeiten.

Siddinghausen 83: Aufräumen°

Im nächsten Jahr war ich dann schon eine erfahrene Wölflingin und zum Beispiel begeistert dabei, Ordnung ins Lager zu bringen und alles aus den Zelten zu räumen, damit es lüften kann. Besonders, wenn diese Aufräumaktion Zeit dafür lässt, sich im Sonnenschein auf der Luftmatratze auszuruhen. Thema in diesem Zeltlager war Robin Hood, was sich unschwer an den hippen Papierhüten erkennen lässt. Schade, dass ich hier keine unserer Lagerzeitungen habe, sonst könnte ich Auszüge unseren Tagesberichten bringen.

In einem Gemeindezentrum°

Nach den Wölflingen kam die Zeit bei den Juffis (Jungpfadfinder). Mein erstes Zeltlager in dieser Stufe hat mich dann über die Grenzen unseres Landes hinaus gebracht. Wir haben eine Fahrradtour ins niederländische Nijmegen gemacht. Unterwegs haben wir größtenteils in Gemeindezentren übernachtet. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir die Nacht in Emmerich, in der wir vor lauter Übermut beinah eine Pfadfinderin im Einkaufswagen im Rhein versenkt haben. (Eltern müssen sich jetzt keine Sorge um die Sicherheit ihrer Kinder im Zeltlager machen, ich bin mir sicher, dass dieses Ereignis in meiner Erinnerung einfach überdramatisiert wurde.) Das Zeltlager selbst hat sich dann durch sehr viel Regen ausgezeichnet.

Wissinghausen 85°

1985 waren wir in Wissinghausen im Sauerland. Das war mein erstes Zeltlager ohne Zeltplatz, wir haben unsere Zelte auf einer Bauernwiese aufgestellt, auf einer selbst gebauten Kochkonstruktion gekocht und uns im Bach gewaschen. Wenn ich mich richtig erinnere war das der Bach, in dem es die Wasserdackel gab. In diesem Lager hatten wir auch wieder ein Thema, es waren die Germanen (mit einem kräftigen Schuss Gallier da wir die durch Asterix und Obelix besser kannten als die Germanen). Ich kann nicht mehr genau sagen, was ich auf dem Foto tue und warum, aber es sieht so aus, als würde ich vor Zeugen zwei Stofftiere verheiraten.

Alf an der Mosel°

Im nächsten Jahr ging es etwas weiter in die Ferne und wir verließen Westfalen in Richtung Alf an der Mosel. Diese Lager zeichnete durch sehr gutes Wetter, einen schönen Hike mit Walderdbeeren, Zecken und eine umgehende Magen-Darm-Grippe aus. Das Thema waren Ritter und es wurde (aus nostalgischen Gründen,eigentlich waren wir schon etwas aus dem Alter raus) auch wieder geheiratet. Morgens gab es – wie auch schon in anderen Lagern – selbst gebackene Brötchen aus dem tollen Tonnenofen.

Tonnenofen°

In den nächsten Jahren habe ich nicht mehr an allen Sommerlagern teilgenommen. Aber an das Lager in England kann ich mich noch erinnern, obwohl ich dazu keine Fotos besitze. Erst waren wir in Little Abington, zu diesem Aufenthalt gehörten auch einige Nächte in Gastfamilien. Zu meiner Gastfamilie fällt mir nur noch ein,dass ich mir das Badezimmer mit mehreren Katzen teilen musste,die ich morgens immer erst vertreiben musste, bevor ich mich waschen konnte. Der zweite Teil des Lagers war dann sehr verregnet. Zu dieser zeit wusste ich es noch nicht, aber hier wurde schon der Samen gelegt für meine spätere tiefe Anglophilie.

Auch bei dem Lager in Luxemburg habe ich mehr Erinnerungen als Fotos, die Irrfahrt zum Schwimmen, die in der Tiefgarage des Europaparlaments endete, Plumpssack auf dem Marktplatz, der nächtliche Rückweg zum Zeltplatz mit dem unerwarteten Einblick in ein luxemburger Schlafzimmer und der seltsame Förster mit seinen Geschichten von tischtennisball-großen Zecken sind nur der seltsamen Dinge, die wir in diesem kleinen Land erlebt und gesehen haben.

Gruppe in Israel°

Auch bei den Rovern habe ich nur zwei Fahrten mitgemacht, nach Israel und Irland. Beide Fahrten waren außergewöhnlich und verdienen eigentlich eigene Einträge.°° Mein letztes Sommerlager wäre in Schweden gewesen, aber da zu der Zeit ich mein Geld für einen Jugendaustausch in Los Angeles gespart habe, habe ich auf dieses Zeltlager verzichtet.

* Da in diese Lebensjahre auch meine Wende zur Atheistin fiel, waren diese Jahre nicht immer unkompliziert, aber sie beinhalten sicher einige meiner schönsten Erinnerungen.
° Die Fotos sind alle aus meinen Fotoalben, aber es kann sehr gut sein, dass sie von anderen gemacht wurden, falls die UrheberInnen möchten, dass sie namentlich erwähnt werden oder dass die Bilder entfernt werden, bitte bei mir melden. Für diese Bilder gilt die cc-Lizenz ausdrücklich nicht.
** Viele Westernkötter Mütter haben Last-Minute-Muttertagsgeschenke vom Flohmarkt bekommen. Wenn sie Glück hatten, war es nicht die alte Vase, die sie kurz vorher selbst in die Sammlung für den Flohmarkt gegeben hatten.
°° Ich verspreche hier nichts,aber vielleicht kommen die noch in der Zukunft.

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Dampfmaschine II: Unter Dampf!

Vor gut drei Wochen hat mich eine liebe Freundin besucht, um mit mir die Dampfmaschine in Betrieb zu nehmen. Mit wildem Herzklopfen (auf meiner Seite, ich kann natürlich nicht für das Herz der Freundin sprechen) haben wir einzelne Teile gereinigt, geölt und montiert und anschließend den Kessel mit Wasser gefüllt. Der Brennschieber klemmte anfangs ein wenig, aber wenn man praktisch veranlagte Freundinnen hat, ist das kein großes Hindernis.

Für alle,  die die “Jungfernfahrt” meiner Dampfmaschine miterleben wollen, hier sind zwei Videos:

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Dampfmaschine

von Tetris L (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 oder GFDL], via Wikimedia Commons

Eine Dampfmaschine

Als ich noch in den Kindergarten ging, konnte ich nicht besonders gut malen. Ich kann es auch heute noch nicht, aber heute erwartet zum Glück niemand mehr von mir, dass ich mich primär durch Selbstgemaltes verwirkliche. Zur Kindergartenzeit war das noch anders. So musste ich zur Weihnachtszeit meine Wünsche durch einen bebilderten Wunschzettel ausdrücken. Das hat die Dinge, die ich mir auf diesem Wege wünschen könnte, ein wenig eingeschränkt. Ich konnte Häuser, Blumen, Wolken und Sonnen einigermaßen erkennbar malen und mit etwas Mühe noch Fische und Menschen. Von all dem konnte man die etwas krickeligen Menschen als Puppen interpretieren und damit waren meine malbaren Optionen erschöpft. Dass meine Eltern mir weder Häuser noch Himmelskörper schenken würden, war mir schon im Alter von 5 Jahren klar und Blumen oder Fische wollte ich nicht.
Damit der Wunschzettel nicht ganz so leer aussieht, habe ich in eine Ecke eine Art krakelige Kiste mit Kringeln drüber gemalt. Wahrscheinlich sollte es ein verpacktes Geschenk mit Schleife sein, aber als die Kindergärtnerin mich fragte, was das sei, habe ich behauptet, es sei eine Dampfmaschine. Ich weiß nicht, woher ich das Wort kannte und bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht wusste, wie eine Dampfmaschine aussieht. Aber es ist schon cooler, sich eine Dampfmaschine zu wünschen als einen Fisch.

Natürlich haben meine Eltern ihrer 5-Jährigen Tochter keine Dampfmaschine geschenkt. Ich wollte zuerst ja auch nicht wirklich eine haben. Aber seitdem tauchten auf meinen Wunschzetteln häufiger Dampfmaschinen auf. Und irgendwann war ich enttäuscht, dass ich nie eine bekam. Während der Pubertät war ich dann zu ernsthaft für solche kindischen Wünsche. Aber sobald diese Zeit der Unlustigkeit vorbei war, habe ich hin und wieder auf die Frage, was ich mir zum Geburtstag oder zu Weihnachten wünsche mit “eine Dampfmaschine” geantwortet. Meistens kam der Wunsch eher zu Weihnachten auf, Dampfmaschinen passen wohl besser in den Winter als in den Hochsommer.

Model:Dampfmaschine

Meine Dampfmaschine

In diesem Jahr bin ich 40 geworden. An die Dampfmaschine habe ich zum Geburtstag nicht gedacht. Aber meine Eltern! Die Firma, bei der sie die Dampfmaschine bestellt hatten, hatte  zu meinem Geburtstag noch Sommerferien, daher habe ich erst nur ein Päckchen Esbit bekommen und sollte raten, welches Geschenk sich dahinter verbirgt. Da ich manchmal etwas vernagelt bin, hat es ein wenig gedauert, bis der Groschen fiel.  Erst am nächsten Morgen ist es mir mit dem Aufwachen eingefallen. So bin ich jetzt die stolze Besitzerin einer Dampfmaschine.

Sobald ich in meiner Wohnung einen geeigneten Ort für sie gefunden habe, werde ich sie auch mal dampfen lassen.

Als ich mit meinen Freundinnen meinen Geburtstag nach gefeiert habe, habe ich auch von ihnen sehr coole Geschenke bekommen. Unter anderem eine eigene Tardis. Wenn ich jetzt nicht handwerklich ähnlich minderbegabt wäre wie malerisch, könnte ich die Tardis sicher mit Hilfe der Dampfmaschine zum Funktionieren bringen. Und dann würden mir Zeit und Raum offen stehen und ich könnte tolle Abenteuer erleben. Aber ich bin keine außergewöhnliche Tüftlerin und so dient die Tardis jetzt nur zur Aufbewahrung meiner Doctor Who DVDs.

Ich mit Tardis

Meine Tardis

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Shades of Grey (Jasper Fforde)

For more than a year I have been on the lookout for something new and compelling to read. Something where I afterwards run around and tell everyone how much I liked it. Today I have almost achieved it. I say almost because it is not really ‘new’ according to my arbitrary definition: 1) I already new the author and 2) I knew of the for quite a while before I came round to reading it. I even put of reading it because I wanted something ‘newer’! Shame on me.
So here is my short summary: I’ve just read Shades of Grey by Jasper Fforde and really liked it. A lot.

Before I write a bit more why I liked it, I want to tell what prompted me to read it now. The story is a bit stupid and features lots of beer, so be warned*.

Two weeks ago I visited my home town to attend the Schützenfest a traditional festival. There the whole village celebrates that it exists and that we have traditions for at least three days. Afterwards there is a lot less beer in the world. There I met someone I only ever meet at Schützenfest and always we talk a bit, enjoy meeting once a year and then go our separate ways. This year she started with a remark I get sometimes when I tell people that I’m a librarian: “Oh, so you read a lot. I’ve just read a great book, maybe you know it? It’s called Shades of Grey.” I was not a bit surprised because it seemed not to be the kind of book she would like. From past conversations I knew that she read mainly romance novels and chick lit. But hey, I take up every chance I get to talk about books and authors I like and it seemed to be the same with her. Only the whole conversation seemed to be more than a bit weird. I attributed it to the amounts of beer we both have had up to that point. Until I mentioned how much I liked previous books by the author and she was really confused because she thought that it was a first novel. After that it became clear that we had been talking about two completely different books. We laughed and had some more beers. The next day I got to the internet to find out more about “her” Shades of Grey and was amused by what I found. Definitely not a book I ever want to read, unless to make fun of it. And so I decided to order “my” Shades of Grey.

It is a fantastic book that deserves more readers. Its premise is a society (maybe in our future, maybe in the future of an alternate time-line, but after some kind of catastrophe) where status is attributed according to the part of the colour spectrum one can see. This society follows strict, arbitrary and often damaging rules. Fforde uses his tremendous power of imagination and storytelling to create a world that is truly alien and oddly familiar at the same time.

This novel is definitely darker and stranger than Fforde’s Thursday-Next-series. Where the bookworld-books are a lot of fun with more complex undertones this new series has it the other way round. I like Thursday’s adventures a bit better because she is such a great heroine and Eddie Russet is sometimes a bit infuriating. Shades of Grey: The Road to High Saffron is still a way above average book and I’m waiting for the sequel.

*Oh, and it did not happen exactly like this, it’s a mash-up of different conversations with different people to protect the innocent.

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