Archiv der Kategorie: Gedanken

Einfach in die Welt gedacht

Sie sind überall und sie wollen die Weltherrschaft.

Ich bin den Enten auf der Spur. Schon seit einiger Zeit ist mir klar, dass sie die Weltherrschaft anstreben. Und wenn ich ehrlich sein möchte, muss ich sagen, dass die Möglichkeit besteht, dass das Vorteile für die Welt haben könnte. Trotzdem bin ich der Meinung, dass wir in dieser Angelegenheit nicht unvorbereitet sein dürfen und wachsam bleiben müssen. Daher werde ich diese cleveren Biester im Auge behalten und in Zukunft dokumentieren, wo sie sich überall rumtreiben.

Ein Entenpaar

Sie sind überall. Bochum, Westpark April 2013

Entenpaar Nürnberg

Sie sind überall. Nürnberg, Pegnitz April 2013

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Der Dunkle Turm

Der Dunkle Turm

Der Dunkle Turm

“Diejenigen, die die Tore von Barad-dur durchschreiten, kehren nicht zurück.”

Zum Vergleich: http://www.3dvalley.com/gallery/faizal-rahmat/barad-dur-510268178. Die Ähnlichkeit ist verblüffend.

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1. Lange Nacht des Schreibens (lnds) in der Bibliothek der Leuphana Universität Lüneburg

Es ist jetzt 11:00 Uhr am 6.7.12 und für mich die Zeit, mein persönliches* Fazit der 1. Langen Nacht des Schreibens an der Leuphana zu ziehen.

Die Nacht war ein voller Erfolg. Wer da war, wird dieses Fazit nicht überraschend finden, die gute Stimmung und arbeitsame Atmosphäre waren die ganze Zeit über greifbar. Das ist beileibe kein Eigenlob, sondern geht direkt an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mit ihrer guten Laune und ihrem Durchhaltevermögen die Nacht nicht zum Arbeitstag sondern zum Vergnügen gemacht haben. Der Testflug ist nicht nur gestartet, von meiner Seite aus kann es gerne ein Linienflug werden, einmal im Semester bin ich dabei.

Dieser erste Durchlauf hat gezeigt, dass eine Ankündigung wie “Ende offen” wirklich ernst genommen wird. Wir hatten bei der Planung damit gerechnet, dass spätestens um 2 Uhr ein massiver Einbruch erfolgen würde, aber die TN-Zahl nahm nur langsam ab. Wir haben den Arbeitseifer und Energie unserer Nutzerinnen definitiv unterschätzt. Selbst das Eintreffen der ersten Putzfrau in den frühen Morgenstunden (ca. halb vier) hat die Leute, die noch da waren, nicht abgeschreckt. Vielleicht hätte uns schon die Tatsache, dass auch bei den Beraterinnen und Beratern lange keine Ermüdungserscheinungen aufgetreten sind, auf eine echte “Lange Nacht” vorbereiten sollen. Und gerade als wir uns daran gemacht haben, die verbliebenen unermüdlichen Schreiberinnen zum Verlassen der Bibliothek zu bewegen erreichten die Ausläufer des Unwetters Lüneburg. Vielleicht ist es ein Trost für alle, die gehen mussten: auch ich war bis auf die Haut nass, als ich endlich zu Hause war. Um fünf Uhr war die Bibliothek dann aufgeräumt und bis auf die Putzfrauen und den Wachmann verlassen.

Ich neben dem Bildschirm mit Zeit und Datum

In der Gewalt der Schreibwilligen. Lösegeldforderung folgt. Foto: Barbara Zeller

Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen während der Nacht haben deutlich gemacht, dass neben dem Wunsch nach der Wiederholung dieser Veranstaltung auch ein großes Bedürfnis nach der generellen Ausweitungen der Öffnungszeiten auch noch nach Mitternacht besteht. Natürlich ist das nicht vollkommen überraschend, aber es ist etwas anderes, ob man den Wunsch danach hört und von anderen Bibliotheken liest, die das haben oder ob man nachts um drei durch die Bibliothek geht und überall konzentriert arbeitende Menschen sieht.

 

* Dieser Beitrag ist kein offizielles Statement als Mitarbeiterin des MIZ der Leuphana Universität, sondern gibt meine persönlichen, privaten Eindrücke dieser Nacht wieder. Und er ist nach ca. 3-4 Stunden Schlaf geschrieben, also wahrscheinlich noch ungekämmter als üblich.

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#bkc12 Verantwortung abgeben – Teil 2

Wie schon bei der Session am Morgen, von der ich hier berichtet habe, tauchte auch am Nachmittag auf dem Bib meets Knowledge Camp 2012 das Thema Verantwortung abgeben – nicht ganz unerwartet – wieder auf. Diesmal bei der Session Essen und Trinken im Lesesaal. Es ging in der Session darum, warum Essen und Trinken im Lesesaal nicht erlaubt ist und ob das so bleiben soll. Die meisten TeilnehmerInnen an der Session schienen nicht darauf festgelegt zu sein, Regeln zu behalten, nur weil sie halt bestehen. Aber wir sind trotzdem auf gute Gründe dafür gekommen, dass es Bereiche in der Bibliothek gibt, in denen nicht gegessen und getrunken wird.

Bei diesen guten Gründen geht es nicht um die Angst davor, dass Bücher beschädigt werden könnten, in kaum einer Bibliothek sind durch Speis und Trank beschädigte Bücher ein Problem. Und das, obwohl sicher in den meisten Bibliotheken, wenn auch oft heimlich, gegessen und getrunken wird. Gute Gründe gegen das Essen im Lesesaal sind die Bedürfnisse der anderen BibliotheksbesuchrInnen, die ungestört arbeiten möchten. Dabei wurde in der Diskussion klar, dass gerade diese Bereiche, in denen absolut ungestörtes Arbeiten möglich ist, ein Alleinstellungsmerkmal von Bibliotheken ist. Und so ein Alleinstellungsmerkmal soll natürlich nicht ohne Not aufgegeben werden. Doch auch die Bedürfnisse der NutzerInnen, die den ganzen Tag in der Bibliothek lernen, sollten berücksichtigt werden. Oft steht die Bibliothek auf einem Campusgelände, auf dem nach Betriebsschluß der Mensa keine Versorgung mehr möglich ist. Die Studierenden bringen sich dann ihr Essen selbst mit und suchen einen Ort, an dem sie Pause machen können, ohne dass sie weite Wege gehen, komplizierte Garderobenschrankschließrituale durchführen oder irgendwo im Flur auf dem Boden sitzen müssen.

So sind wir in der Session vom Thema Essen und Trinken im Lesesaal zu den Themen Lernraum und Zonierung gekommen. Und von dort zu der Frage, wie sich solche verschiedenen Bedürfnisse regeln lassen. Dass wir alle nicht in der Lage waren, zu sagen, was auf einem Schild an der Wand hinter uns steht, hat sehr schön verdeutlicht, wie wenig auf Schilder geachtet wird. Auch waren die meisten TeilnehmerInnen an der Diskussion wenig daran interessiert in ihren Bibliotheken als Sheriffs die Nutzerinnen und Nutzer zu kontrollieren. Aber warum sollte es nicht funktionieren, die Verantwortung für rücksichtsvolles Verhalten an diese zurück zu geben? Beispiele der Kolleginnen und Kollegen, die schon aus verschiedenen Gründen mit wenig Regeln arbeiten scheinen da sehr ermutigend zu sein. So lange die Räumlichkeiten dazu gegeben sind, bilden sich Bereiche aus, in denen konzentriert gearbeitet werden kann und es finden sich Plätze, an denen Gruppen gemeinsam arbeiten können. Und die Erfahrungen zeigen auch, dass es keine großen Probleme mit Verschmutzungen der Bücher durch Essen und Trinken in den Bibliotheken gibt, die es erlauben. Als Anne Christensen diese Themen vor einiger Zeit schon einmal in ihrem Blog angesprochen hat, ist mir bei der Diskussion des Themas in der Bibliothek die Verbindung zum “Shared Space” im Straßenverkehr aufgefallen. Auch dieser Idee liegt der Gedanke zugrunde, durch weniger Regeln ein rücksichtsvolleres Verhalten der VerkehrsteilnehmerInnen zu bewirken. Durch die Gestaltung des Verkehrsraums sollen die Anregungen zur gemeinschaftlichen Nutzung gegeben werden. In Deutschland gibt es mit Bohmte bisher eine Stadt, die sich an dem EU-Modellprojekt zum Shared Space beteiligt.

Während ich seit einiger Zeit an diesem Artikel schreibe, wird eine ganz ähnliche Diskussion um Regeln in einem Museumsblog geführt. Auch hier vertreten einige der DiskussionsteilnehmerInnen die Ansicht, dass die Umgebung das Verhalten der BesucherInnen lenken soll und weniger Schilder oder Ermahnungen. Dann stellt sich jetzt die Frage, ob und wie es Bibliotheken möglich ist, ihre Räume so zu gestalten, dass sie gemeinschaftlich genutzt werden können.

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#bkc12 Verantwortung abgeben – Teil 1

Verantwortung abgeben tauchte als zentraler Gedanke bei zwei Sessions auf, die ich auf dem Bib meets Knowledge Camp 2012 in Köln besucht habe. Beide Sessions haben für  mich auch als Augenöffner gedient und dazu geführt, dass ich mein eigenes Handeln im Berufsalltag wieder verstärkt hinterfrage. Die erste der Sessions war openlearningspace am Vormittag, die andere Essen und Trinken im Lesesaal am Nachmittag.

Mit dem Thema open-space learning (Seite der Universität Warwick, wo die Methode entwickelt wurde: http://www2.warwick.ac.uk/fac/cross_fac/iatl/projects/osl-final/) und inverted classroom (Seite zur Inverted Classroom Konferenz Marburg 2012: http://invertedclassroom.wordpress.com/)  habe ich mich erst vor kurzem ein wenig beschäftigt und wurde dabei stark an meine Bachelorarbeit erinnert, wo ich versucht habe,  für die Vermittlung von Informationskompetenz ein WebQuest zu entwickeln. Das alles sind Ansätze, die das Verständnis von Lehren und Lernen von einer hierarchischen Lehrer-Schüler Situation im klassischen Unterricht verändern wollen. Es geht dabei um Formen des kollaborativen Lernens, Vorbild für dieses Verständnis von Lernen sind Situationen von peer-learning, im Fall von open-space learning z. B. der Proben-Workshop beim Theater.

Menschen, die ein gemeinsames Interesse an einem Thema haben tauschen sich darüber aus und erarbeiten sich neues Wissen und Lösungsansätze. Wissen wird nicht mehr von den Wissenden an die Unwissenden immer in eine Richtung weitergegeben, sondern in einem Netz über unterschiedliche Verknüpfungen verteilt.

In der Diskussion während der Session kamen dabei ganz unterschiedliche Sichtweisen auf die Rollen auf, die wir dabei einnehmen können. Die Rolle der WissensvermittlerInnen, die eine Schulung durchführen, nach der die TeilnehmerInnen etwas gelernt haben, passt dabei nicht mehr.  Doch wie kann die neue Rolle aussehen? Es ging auch um die Hürden, die der vor dem Einsatz neuer Methoden auftauchen können. Das können die vorliegenden Beschränkungen der Ressourcen (Personal, Zeit, Räume) sein, aber auch die fehlende Begeisterung für das Thema “Literaturrecherche.” Die Menschen, die Veranstaltungen der Bibliothek besuchen, tun das in den seltensten Fällen weil Sie alles über uns lernen wollen, die Bibliothek ist für sie ein Mittel zum Zweck. Aber wenn wir Glück haben bringen die NutzerInnen ein Interesse und ein Vorwissen zu ihren Themen mit, das unseres übertrifft. Wir benötigen dann den Mut, uns von unserer Rolle als WissensvermittlerInnen zu lösen und der gesamten Gruppe die Verantwortung für das Gelingen von Lernen zu überlassen.

Wenn man die Grundlagen des open-space learnings ernst nimmt, dann muss man schlussendlich wirklich mit den Menschen, die mit einem im Schulungsraum sind ein Thema gemeinsam erarbeiten. Diese Idee finde ich sehr verlockend. Und jetzt stellt sich für mich die große Frage:  warum gehe ich keine Schritte in diese Richtung? Warum sitze ich immer noch allein vor einer Gruppe und “vermittele Wissen”? Warum lasse ich mich von den Vorgaben zu Zeit, Ort,  Raum,  Stoff ins Bockshorn jagen und versuche nicht mehr zu erkunden, wo Spielräume möglich sind? Ich hoffe, dass sich mir in nächster Zeit die Möglichkeit bietet, für mich neue Wege zu gehen und mein Handeln mehr mit meinen grundsätzlichen Einstellungen in Einklang zu bringen. Und das ich diese Gelegenheiten dann auch erkenne und wahrnehme.

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Twittern unter Fremden

Ich habe schon länger ein Twitteraccount und finde die Idee des Twitterns eigentlich cool. Aber abgesehen von wenigen kurzen Phasen hektischer Aktivität twittere ich eher unzuverlässig bis gar nicht. Ich habe mich gefragt, was die Ursache dafür sein könnte. Natürlich wirkt es sich negativ auf die Motivation aus, wenn einer nur wenige Menschen folgen. Aber je aktiver und interessanter getwittert wird, umso weiter spannt sich irgendwann das Netz und daher hatte ich eigentlich nicht vor, mich davon ins Bockshorn jagen zu lassen. (Was ist eigentlich ein Boxhorn und warum sollte überhaupt jemand irgendwen dort hinein jagen? Antworten darauf nehme ich gerne in den Kommentaren entgegen.)

Zurück zum Thema. (Zu dem ich mir auch schon früher Gedanken gemacht habe.) Ich denke nämlich, dass ich weiß, warum mir die Motivation zum kontinuierlichen Twittern fehlt. Die Informationen, die ich über Twitter teile, möchte ich nicht nur mit Fremden, entfernten Bekannten oder KollegInnen teilen. Ich möchte sie auch mit den Menschen teilen, die mir nahe stehen, also mit engen Freunden und meiner Familie. Von denen sind die meisten aber nicht bei Twitter und haben auch nicht die Absicht, sich dort zu betätigen. Und einige von ihnen sind auch nicht bei Facebook. Das bedeutet, dass ich die Informationen, die ich twittere oder auf Facebook veröffentlich immer noch einmal auf anderen Wegen an die Menschen weiter gebe, bei denen ich wirklich möchte, dass Sie wissen, was bei mir im Leben vorgeht. Und wenn ich schon eine Mail an meine Lieben schreibe, fehlt mir anschließend oft die Motivation, das nochmal auf anderen Kanälen in die Welt zu babbeln. Oder mir vergeht schon bei der Entscheidung, wie ich jetzt wem mitteile, dass ich grade die Skiflug-WM sehe oder ein lustiges Bild von Darth Vader in Düsseldorf gefunden habe die Lust, das überhaupt noch mit jemanden zu teilen. Die Teilnahme an der Kommunikation 2.0 ist halt ein schweres Schiksal.

Und für alle, die es interessiert, Ihr findet das Bild von Darth Vader auf Facebook.

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